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by Thomas Below-Holzer

Wasservögel


Graureiher
Aix galericulata

  • 268A9055
  • B00I5873-Verbessert-RR
  • B00I5901-Verbessert-RR
  • B00I6975

Der Graureiher ist ein großer, elegant wirkender Vogel und eine der bekanntesten Reiherarten in Mitteleuropa. Er ist ganzjährig bei uns zu beobachten und hält sich bevorzugt an Gewässern, Ufern sowie auf angrenzenden Wiesen und Feldern auf. Diese Vielfalt an Lebensräumen passt zu seiner flexiblen Ernährung: Neben Fischen frisst er auch Amphibien, Insekten und gelegentlich kleine Säugetiere.
In Offenbach gibt es mehrere Orte, an denen man den Graureiher regelmäßig sehen kann. Besonders häufig wird er am Main in Richtung Bürgel beobachtet. Dort hat sich ein einzelner Graureiher sogar mit einem Angler „angefreundet“ – beide profitieren von den gefangenen Fischen. Auch am Schultheisweiher ist der Graureiher ein vertrauter Anblick.
Besonders bemerkenswert ist seine Geduld bei der Jagd: Oft steht er minutenlang regungslos im flachen Wasser oder am Ufer, den Blick konzentriert auf die Wasseroberfläche oder den Boden gerichtet. Erst im entscheidenden Moment stößt er blitzschnell mit seinem langen Schnabel zu. Diese Kombination aus Ruhe, Präzision und Schnelligkeit macht den Graureiher zu einem faszinierenden Beobachtungsobjekt in unserer heimischen Vogelwelt.
Dieses Foto ist am Schultheisweiher entstanden, als der Graureiher über das Geländer versucht hat ins Schilf zu schauen.



Steckbrief:

  • Größe: ca. 90–100 cm
  • Spannweite: ca. 175–195 cm
  • Gewicht: 1 - 2 kg
  • Beobachtungszeitraum: 
    ganzjährig









Mandarinente
Aix galericulata

  • 268A3215
  • 268A0821
  • 268A0933
  • 268A0081

Die Mandarinente ist ursprünglich in Ostasien beheimatet und zählt zu den auffälligsten Entenarten überhaupt. Ihr heutiges Vorkommen in Deutschland geht – ähnlich wie bei anderen gebietsfremden Arten – auf sogenannte Gefangenschaftsflüchtlinge zurück. Wohlhabende Bürger, unter anderem aus dem Raum Frankfurt, hielten Mandarinenten früher als Zier- und Haustiere. Später wurden sie auch gezüchtet, bis einzelne Tiere entkamen und sich selbstständig ansiedelten.
Im Stadtwald fanden die Mandarinenten schließlich ideale Bedingungen: ruhige Gewässer, alte Baumbestände und ausreichend Nahrung. Mit ihrer außergewöhnlichen Farbenpracht und dem eindrucksvollen Balzverhalten – besonders dem markanten, kräftigen Kopfnicken der Männchen – wurden sie schnell zu Lieblingen vieler Spaziergänger.
Auch wenn Mandarinenten gelegentlich an weiteren Gewässern auftauchen, ist ihr Verbreitungsgebiet in Deutschland insgesamt noch recht klein und lokal begrenzt. In der Region lassen sie sich besonders gut am Kesselbruchweiher, am Jacobiweiher an der Oberschweinstiege sowie gelegentlich am Buchhainweiher beobachten.
Besonders spannend ist der jahreszeitliche Wechsel im Erscheinungsbild der Männchen. Nach der Brutzeit mausern sie vom auffälligen Prachtkleid in ein unscheinbares Schlichtkleid. Für etwa zwei Monate im Herbst sind die männlichen Tiere kaum von den Weibchen zu unterscheiden – es wirkt dann fast so, als seien sie verschwunden. Doch bereits im Dezember tragen die Erpel wieder ihr volles, farbenprächtiges Gefieder und sind erneut leicht zu erkennen.
Die Mandarinente ist damit nicht nur ein exotischer Farbtupfer in unseren heimischen Wäldern und Parks, sondern auch ein Beispiel dafür, wie sich nicht heimische Arten unter passenden Bedingungen erfolgreich etablieren können.



Steckbrief:

  • Größe: ca. 41–49 cm
  • Spannweite: ca. 65–75 cm
  • Gewicht: etwa 450–700 g
  • Beobachtungszeitraum:
    ganzjährig


Löffelente
Spatula clypeata

  • 268A2134
  • 268A0332
  • 268A0317

Die Löffelente ist in der Region Frankfurt ein typischer Wintergast. Sie hält sich vor allem in den kälteren Monaten bei uns auf und lässt sich dann gut beobachten, wie sie oft paarweise ruhig durchs Wasser gleitet. Dabei ist ihr charakteristisches Fressverhalten sofort erkennbar: Mit fast untergetauchtem Kopf durchsiebt sie das Wasser, stets auf Nahrungssuche.
Ihr außergewöhnlich großer, löffelförmiger Schnabel ist namensgebend und macht die Art unverwechselbar. Mit ihm filtert die Löffelente Kleintiere und Pflanzenteile aus dem Wasser. Besonders häufig ist sie am Jacobiweiher an der Oberschweinstiege zu sehen, gelegentlich auch am Kesselbruchweiher. Gemeinsam mit der Krickente gehört sie dort zu den regelmäßig und gern gesehenen Wintergästen.
Beeindruckend ist nicht nur ihr Verhalten, sondern auch ihre Erscheinung. Trotz des stark ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus – besonders beim farbenprächtigen Männchen – ist die Löffelente selbst aus größerer Entfernung kaum mit anderen Entenarten zu verwechseln. Der große Schnabel und die typische Nahrungsaufnahme sind eindeutige Merkmale.
Für die Fotografie ist die Art ebenfalls reizvoll: Durch den hellen Fleck an den Flanken und die warmen, hellbraunen Farbtöne des Männchens lassen sich besonders bei leicht unterbelichteten Aufnahmen sehr stimmungsvolle Bilder erzeugen.



Steckbrief:

  • Größe: ca. 44–52 cm
  • Spannweite: ca. 67–80 cm
  • Gewicht: etwa 500–900 g
  • Beobachtungszeitraum:
    Oktober bis März


 
 
 
 
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